In Kürze: Ihr Nettolohn ist der Bruttolohn minus Sozialabzüge und – falls quellensteuerpflichtig – minus Quellensteuer. So berechnen Sie Ihren Nettolohn in der Schweiz: Vom Bruttolohn gehen fix 5,3 % AHV/IV/EO und 1,1 % ALV ab (Stand 2026), dazu variabel Unfall-, Krankentaggeld-, Pensionskassen- und Quellensteuerabzüge. Aus einem Honorar wird zuerst der Bruttolohn, danach der Nettolohn.
Der Bruttolohn ist der vereinbarte Lohn vor Abzügen. Der Nettolohn ist der Betrag, der nach allen Sozial- und Steuerabzügen ausbezahlt wird.
Hinweis: Alle Werte sind Richtwerte (Stand 2026). Die exakte Berechnung hängt von Kanton, Vorsorgeplan und persönlicher Situation ab und ersetzt keine verbindliche Lohn- oder Steuerberatung. Ihre individuelle Zahl erhalten Sie in einer Simulation, die wir gerne gemeinsam mit Ihnen durchführen.
Nettolohn-Rechner Schweiz
Schätzung pro Monat, Stand 2026. Fixe Sozialsätze sind hinterlegt, variable Werte passen Sie selbst an.
Richtwerte, keine verbindliche Lohn- oder Steuerberatung. NBU, Krankentaggeld, Pensionskasse und Quellensteuer variieren je Versicherer, Vertrag, Vorsorgeplan, Kanton und Situation. Diese Schätzung ersetzt keine Simulation – Ihre verbindliche Zahl rechnen wir gerne gemeinsam mit Ihnen durch.
Exakte Nettolohn-Simulation anfragenWas ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn?
Der Bruttolohn ist der Ausgangswert, der Nettolohn das Ergebnis nach Abzügen. Dazwischen liegen die Sozialversicherungsbeiträge und – für einen Teil der Erwerbstätigen – die Quellensteuer.
Bei Payrolling kommt eine Stufe davor: Aus dem Honorar, das das Unternehmen bezahlt, wird zuerst der Bruttolohn (nach Arbeitgeberbeiträgen und Verwaltung), und daraus dann der Nettolohn.
Wie berechnen Sie Ihren Nettolohn in der Schweiz?
Sie ziehen vom Bruttolohn zuerst die gesetzlich fixen Sozialbeiträge ab, danach die variablen Positionen. Die fixen Sätze sind schweizweit einheitlich.
| Abzug (Arbeitnehmeranteil) | Satz 2026 | Fix oder variabel |
|---|---|---|
| AHV/IV/EO | 5,3 % (gesamtes Einkommen) | fix |
| ALV (Arbeitslosenversicherung) | 1,1 % bis CHF 148’200/Jahr | fix, mit Obergrenze |
| NBU (Nichtberufsunfall) | rund 1–1,4 % | variabel je Versicherer |
| KTG (Krankentaggeld) | rund 2 % | variabel je Versicherer und Vertrag |
| BVG (Pensionskasse) | altersabhängig | variabel je Vorsorgeplan |
| Quellensteuer | je Kanton und Situation | variabel (nur Quellensteuerpflichtige) |
Die AHV/IV/EO- und ALV-Sätze sind offiziell festgelegt (Quellen: SECO/admin.ch; Informationsstelle AHV/IV, Merkblatt 2.01, Stand 2026). Für Lohnanteile über CHF 148’200 pro Jahr fällt keine ALV mehr an.
Faustregel: Allein die beiden fixen Beiträge machen zusammen 6,4 % aus. Der Rest Ihres individuellen Abzugs hängt von Unfall- und Krankentaggeldversicherung, Pensionskasse und Quellensteuer ab.
CHF 10’000 Honorar – wie viel Nettolohn bleibt?
Aus einem Honorar von CHF 10’000 wird zuerst der Bruttolohn, dann der Nettolohn. Die folgende Rechnung zeigt die Logik – die variablen Positionen sind bewusst als Beispiel gekennzeichnet.
| Schritt | Betrag (Beispiel, pro Monat) |
|---|---|
| Honorar (Rechnung an das Unternehmen) | CHF 10’000 |
| ./. Arbeitgeberbeiträge + Verwaltung (Beispielannahme ~16 %) | ca. − CHF 1’600 |
| = Bruttolohn | ca. CHF 8’400 |
| ./. AHV/IV/EO 5,3 % | − CHF 445.20 |
| ./. ALV 1,1 % | − CHF 92.40 |
| ./. Unfall, Krankentaggeld, Pensionskasse, ggf. Quellensteuer | variabel |
| = Nettolohn | individuell |
Nach den fixen Sozialabzügen bleiben aus rund CHF 8’400 Brutto etwa CHF 7’860. Davon gehen noch Unfall-, Krankentaggeld-, Pensionskassen- und – falls Sie quellensteuerpflichtig sind – Quellensteuerabzüge ab. Der genaue Anteil für Arbeitgeberbeiträge und Verwaltung hängt vom Anbieter und der Situation ab; die exakte Zahl liefert eine massgeschneiderte Simulation.
Was ist die Quellensteuer – und warum unterscheidet sie sich (z. B. in Zürich)?
Die Quellensteuer ist eine direkt vom Lohn abgezogene Einkommenssteuer. Sie betrifft in der Regel ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C sowie bestimmte weitere Konstellationen.
Warum die Höhe variiert: Die Quellensteuer wird kantonal festgelegt und richtet sich nach Einkommen, Zivilstand, Kinderzahl und Konfession. Ein Berater in Zürich zahlt daher einen anderen Satz als in einem anderen Kanton – die Tarife veröffentlicht das kantonale Steueramt.
Wichtig: Genau deshalb lässt sich der Nettolohn nicht mit einem einzigen Prozentsatz für alle berechnen. Für Zürich sollten Sie den aktuellen Quellensteuertarif Ihrer Situation heranziehen.
Warum lohnt sich eine Nettolohn-Simulation?
Weil sie die variablen Positionen für Ihren konkreten Fall einsetzt statt mit Durchschnittswerten zu rechnen. Eine Simulation berücksichtigt Ihr Honorar, den Kanton, den Quellensteuertarif, die Versicherungslösung und den Vorsorgeplan – und zeigt den Nettolohn, mit dem Sie tatsächlich planen können.
Der Rechner oben liefert eine erste Schätzung; er ersetzt aber keine Simulation. Diese führen wir gerne gemeinsam mit Ihnen durch.
Für Berater und Interim-Experten im Payrolling ist das der schnellste Weg von der Honorarverhandlung zur realistischen Netto-Erwartung. Wie Payrolling die Abrechnung übernimmt, lesen Sie unter was Payrolling ist; die Absicherung gegen Fehleinstufung erklärt der Beitrag zu Scheinselbstständigkeit.
Fazit: Erst rechnen, dann verhandeln
Ihr Nettolohn folgt einer klaren Logik: Honorar minus Arbeitgeberbeiträge ergibt den Bruttolohn, Bruttolohn minus Sozialabzüge und Quellensteuer den Nettolohn. Fix sind nur AHV/IV/EO (5,3 %) und ALV (1,1 %) – der Rest ist individuell.
Nutzen Sie den Rechner oben für eine erste Schätzung. Die verbindliche Zahl erhalten Sie in einer persönlichen Simulation: Fordern Sie eine Simulation an oder vereinbaren Sie ein Gespräch – wir rechnen Ihren Fall gemeinsam mit Ihnen durch.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn?
Der Bruttolohn ist der vereinbarte Lohn vor Abzügen, der Nettolohn der Betrag nach allen Sozial- und Steuerabzügen, der ausbezahlt wird. Dazwischen liegen die Sozialversicherungsbeiträge und – bei Quellensteuerpflicht – die Quellensteuer. Bei Payrolling steht davor noch der Schritt vom Honorar zum Bruttolohn.
Wie hoch sind die AHV/IV/EO- und ALV-Abzüge 2026?
Der Arbeitnehmeranteil für AHV/IV/EO beträgt 5,3 % des Bruttolohns, für die ALV 1,1 % bis zu einem Jahreslohn von CHF 148’200 (Stand 2026, Quelle: SECO/admin.ch). Zusammen sind das 6,4 % fixe Abzüge. Für Lohnanteile über der ALV-Obergrenze fällt keine ALV mehr an.
Welche Abzüge sind variabel?
Variabel sind die Nichtberufsunfallversicherung (NBU), die Krankentaggeldversicherung (KTG), die Pensionskasse (BVG) und die Quellensteuer. NBU und KTG richten sich nach Versicherer und Vertrag, die BVG nach Alter und Vorsorgeplan, die Quellensteuer nach Kanton und persönlicher Situation. Deshalb lässt sich der Nettolohn nicht mit einem einzigen Prozentsatz für alle berechnen.
Was ist die Krankentaggeldversicherung (KTG)?
Die Krankentaggeldversicherung sichert den Lohnausfall bei Krankheit ab. Sie ist nicht überall gesetzlich vorgeschrieben, aber weit verbreitet und in vielen Anstellungsverhältnissen Teil der Lohnabzüge. Der Arbeitnehmeranteil liegt je nach Versicherer und Vertrag häufig bei rund 2 % des Bruttolohns.
Wer zahlt in der Schweiz Quellensteuer?
Quellensteuer zahlen in der Regel ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C sowie bestimmte weitere Konstellationen. Der Betrag wird direkt vom Lohn abgezogen. Die Höhe hängt von Einkommen, Zivilstand, Kinderzahl und Konfession ab und wird kantonal festgelegt.
Warum ist die Quellensteuer in Zürich anders als in anderen Kantonen?
Weil die Tarife kantonal festgelegt werden. Ein Berater in Zürich zahlt daher einen anderen Quellensteuersatz als in einem anderen Kanton, selbst bei gleichem Einkommen. Massgebend ist der aktuelle Tarif des kantonalen Steueramts für Ihre Situation.
Wie viel Nettolohn bleibt von CHF 10’000 Honorar?
Aus dem Honorar werden zuerst Arbeitgeberbeiträge und Verwaltung abgezogen, wodurch sich ein Bruttolohn ergibt; davon gehen dann die Sozial- und ggf. Quellensteuerabzüge ab. Nach den fixen Sozialbeiträgen bleiben aus rund CHF 8’400 Brutto etwa CHF 7’860, bevor Unfall-, Krankentaggeld-, Pensionskassen- und Quellensteuerabzüge greifen. Die exakte Zahl hängt von Ihrer Situation ab und ergibt sich aus einer Simulation.
Was bringt eine Nettolohn-Simulation?
Eine Simulation rechnet mit Ihren konkreten Werten statt mit Durchschnitten: Honorar, Kanton, Quellensteuertarif, Versicherungslösung und Vorsorgeplan. So erhalten Sie einen realistischen Nettolohn, mit dem Sie planen und Honorare verhandeln können. Der Rechner auf dieser Seite liefert eine Schätzung – die verbindliche Zahl erhalten Sie in der Simulation, die wir gerne gemeinsam mit Ihnen durchführen.